Alltag und Ärger
Nervus hatte
seinen unfreiwilligen Trip in die Wüste gut und ohne Folgen überstanden.
Er begann sich bei den drei Brüdern und dem kleinen Pluto gut einzuleben und hat
sich – als echter Familien Sim - sofort in die Rolle des Stiefpapas gestürzt.
Pluto war sofort von ihm angetan; kein Wunder, Nervus kümmerte sich unermüdlich
um den kleinen, grünen Jungen.

Nachdem Nervus
Pluto ins Bett gebracht hatte, stellte er sich vor den Spiegel.
‚Ich sollte etwas an mir ändern’ dachte er bei sich. Er erzählte Pascal von
seinem Vorhaben.
„Ich werde dich bald heiraten und habe dann einen kleinen Sohn – da sollte ich
doch etwas seriöser aussehen...“

Pascal stimmte
dem zu und sie baten Friedbert auf den Kleinen aufzupassen.
Und genau in diesem Moment stiegen eigentümliche Düfte von dem Baby auf...

„Sagt mal,
hättet ihr ihm nicht wenigstens die Windeln wechseln können!?“
„Du schaffst das schon, Brüderchen“ warf Pascal ihm zu.
„Dann kannst du schon mal üben, falls du mal Kinder hast. Lass uns gehen,
Schatz.“
„Na super“ seufzte Friedbert.

Sie fuhren zur
Shopping Mall im Tal. Nervus suchte sich neue Klamotten aus und Pascal zahlte.
Und wie es sich gehört, ließ Nervus sich nicht lange bitten Pascal dafür zu
danken....

Nach ihrem
Einkauf klemmte sich Nervus schnell hinter das Lenkrad des Van.
Er wollte auch endlich mal fahren... „Sag mal Schatz, hast du überhaupt einen
Führerschein?“ zweifelte Pascal.

„Klar“
erwiderte Nervus stolz. „Ich bin nur seit meiner Prüfung nicht mehr gefahren.“
„Na klasse“ meinte Pascal, „da steig ich mal lieber hinten ein...“

Glücklich und
ohne Beulen wieder zu Hause angekommen, stellte Nervus sich noch mal vor den
Spiegel.
Nach einer Weile war er mit dem Ergebnis zufrieden.
* Nervus,
bist du dir sicher das DIES seriös ist? *
„Ja, ich sehe
jetzt verdammt cool aus!“
* Wenn du
meinst.... *

Tags drauf
wurde Pascal von einem Tumult nach Draußen gelockt.
Er traute seinen Augen kaum, sein Bruder Lutz hatte tatsächlich Klausi Becker
mitgebracht!
Nervus war außer sich. „DU traust dich HIERHER?“

„Mach das du
fortkommst, du Auswurf der Hölle!“ schrie Pascal Klausi an. „Verschwinde sofort
von unserem Grundstück!
Klausi wich zunächst erschrocken zurück, der verlorenen Kampf war ihm noch gut
in Erinnerung.

Doch der
Schreck währte nicht lange. „Wie es scheint habt ihr meinen verlorenen Sohn aus
der Wüste retten können!
Oder sollte ich sagen, ihr habt ihn entführt? Was wohl die Behörden sagen
würden?“

Pascals Stimme
glich einem Donnergrollen. „Wag es nicht uns in irgendeiner Form zu drohen.
Wage es nicht unserer Familie noch mal zu nahe zu kommen.
Oder ich vergesse mich. Außerdem ist Nervus volljährig. Es ist seine
Entscheidung bei uns zu leben.“

Der Streit und
Klausis Anblick waren zuviel für Nervus Nervenkostüm. Er heulte wie ein
Schlosshund.
Pascal schrie Lutz an, der Klausi angeschleppt hatte. „Sag mal geht dir nun
jedes Bisschen Verstand ab, das du je dein Eigen genannt hast?
Wie kannst du nur diese Figur hier anschleppen! Sieh dir nur Nervus an! Schau
wie es ihm nun geht! Mach das nie wieder!“

„Sag mal
spinnst du jetzt? Ich lasse mir doch nicht vorschreiben wen ich mit nach Hause
bringen darf und wen nicht!“ verteidigte sich Lutz.
„Oh doch, das tu ich, kleiner Bruder! Ich habe das Haus geerbt und ihr habt hier
Wohnrecht, aber ich trage die Verantwortung!
Und ich trage die Verantwortung für Nervus und ich bestimme wer hier rein darf
und wer nicht!“

Pascal ließ
seinen Bruder stehen und kümmerte sich um den völlig aufgelösten Nervus.
„Schatz, ist gut, nicht weinen. Er tut´s nie wieder, ich verspreche es dir!"
„Buhuuuuuhuuuu, er wollte mich umbringen! Er wird es wieder versuchen, ich weiß
es!“

„Nein, er kann
dir nichts tun. Nicht solange ich dich beschütze.“
„Und wenn du nicht da bist?“ Pascal drückte Nervus an sich.
„Ich werde immer für dich da sein.“ „Versprochen?“ „Versprochen.“

Nächste Folge: Der Traum vom Fliegen