Gegenleistungen
Richard
schmuste ausgiebig mit Ophelia Nigmos herum. Eigentlich war Ophelia mit Jonny
Schmitt zusammen, Richards bestem Freund.
Doch Jonny ging zum College und Ophelia blieb zurück. Ophelia hat genauso wie
Richard kein Interesse am Studium und so machte Richard sich an sie heran.

Richard war zwar ein Romatik-Sim, doch die dunkle Grazie Ophelias nahm ihn gefangen. Er musste sich eingestehen so richtig verknallt zu sein.

„Möchtest du
meinen Vater kennen lernen?“ fragte Richard. Ophelia war einverstanden.
Er führte Ophelia ins Grunzsche Haus und stellte sie seinem Vater vor.

General Fritz
Grunz, Richards Vater, stand wie erstarrt vor dem dunkelhäutigen Mädchen.
„Sie hat grüne Augen“ schoß es ihm durch den Kopf. Wie gebannt betrachtete er
jede Linie ihres Gesichtes.
Er hatte schon lange kein so schönes Mädchen mehr gesehen.
Richard viel die Spannung zwischen seiner Freundin und seinem Vater auf. „Ich begleite Ophelia jetzt nach Hause“ unterbrach er die Stille.
Kurz nachdem
Richard und Ophelia gegangen waren, klingelte das Telefon. General Fritz Grunz
nahm den Hörer ab und erstarrte.
Diese Stimme würde er unter Millionen heraushören. „Tante Olivia. Was willst
du?“ stammelte er.
„Du musst mich besuchen kommen. Gleich jetzt. Es ist wichtig“ klang es aus dem
Hörer.

General Grunz
legte auf. Er fragte sich was auf ihn zukommen würde. Fritz Grunz war kein Mann
der Angst.
Er war ein alter Soldat, er hatte den Begriff Angst verlernt. Doch das was er
fühlte konnte man eindeutig so nennen.
Hastig mixte er sich einen Drink. Wie immer wenn er sich so fühlte. Und das kam
nicht selten vor.

Eine halbe
Stunde später saß Fritz Grunz auf Olivia Specks Couch. „Ich danke dir das du
gekommen bist“ begann sie das Gespräch.
„Ist ok“ antwortete Fritz knapp.
„Ich hätte dich auch nicht behelligt wenn es nicht wirklich wichtig wäre“ fuhr
Olivia energisch fort. „Doch es duldet keinen Aufschub.“

„Ich fühle das
meine Zeit gekommen ist“ sprach Olivia weiter. „Mein alter Freund, der
Sensenmann, wird mich bald holen und dann bleibt Ophelia alleine zurück.
Ich möchte das du dich um sie kümmerst.“ Fritz bekam einen leisen Schrecken.
Ophelia, das Mädchen das er heute kennengelernt hatte? „Ähm ... ich weiß nicht
ob ich der Richtige dafür bin...“

„Du wirst... du MUSST! Erinnerst du dich an unsere
Abmachung ? Du schuldest mir einen Gefallen und diesen fordere ich jetzt ein!“
Fritz nickte. „Ok, Tante Olivia, ich machs. Ich werde mich um sie kümmern.“
Olivia stand auf und umarmte Fritz dankbar.
„Guter Junge. Ich wusste ich kann mich auf dich verlassen. Und nun komm mit. Du
willst sicher zu ihr gehen...“

Olivia führte Fritz auf ihren Privatfriedhof. Hier lag sie, seit jenem unglückseligen Tag.

Olivia erlebte
den General wie ihn sonst niemand erleben konnte, weich, verletzlich.
„Es ist gut“ tröstete Olivia ihn. „Es wird niemals gut sein“ erwiderte der
General. „Niemals.“

„Es ist besser
du gehst nun. Deine Jungs warten auf dich. Und wenn es soweit ist, erinnere dich
an dein Versprechen.“
Olivia und Fritz Grunz umarmten sich noch zum Abschied und der General ging nach
Hause. Die beiden sollte sich nie mehr wiedersehen.
