Sorgen

 

 

 

General Fritz Grunz saß in der Küche seines Hauses und starrte sein Sandwich an. Er war wieder mal alleine am Tisch – so wie jeden Abend.
Seine Söhne hatten schon gegessen. Sie mieden ihn, er wusste es genau. Sie hassten ihn, er spürte es.
Nur der Jüngste suchte ab und an seine Nähe. General Grunz fragte sich warum alles so gekommen war.
Nein, er fragte sich nicht. Er wusste es.

 

 

 


 

 

 

 

Er war ein strenger Vater. Zu streng. Er wollte das etwas aus seinen Jungs wurde und dafür würde er alles tun.
Doch er konnte nicht alles tun. Er konnte nicht wieder gutmachen was geschehen war.
Der Appetit war ihm vergangen. Mechanisch stand er auf um seinen Teller wegzuräumen.

 

 


 

 

 

 

Gerd, der jüngste Grunz-Sohn beobachtete seinen Vater. Seine kindliche Intuition sagte ihm das sein Vater Kummer hatte.
Er wusste nicht welchen und er verstand nicht warum, aber er wollte seinen Daddy ablenken.

 

 

 


 

 

 

 

„Daddy, bitte spiel mit mir!“ General Grunz zögerte einen Augenblick.
Er blickte in das fröhliche Gesicht des kleinen Kerls, dessen einziges Verbrechen darin bestand IHR so ähnlich zu sehen.
Ein Schmerz durchfuhr seine Brust. Er schloss kurz die Augen.
Dann riss er sich zusammen und lächelte seinen Sohn an. „Aber sicher spiele ich mit dir.“

 

 


 

 

 

 

Sie alberten fröhlich herum bis es Zeit für den Kleinen war zu Bett zu gehen.
Es war einer der wenigen glücklichen Augenblicke in Fritz Grunz Leben, einer der Augenblicke die ihn überhaupt noch am Leben hielten... 

 

 

Nächste Folge: Gegenleistungen