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Ich kam zurück von meiner Schicht, müde, hungrig, nach
Schweiß und Öl stinkend.
Heute durfte ich Extrastunden schieben, da die Wissenschaftler eine der
Zeitmaschinen total demoliert hatten.
Ich fragte mich wirklich ob die ernsthaft
glaubten dass man eines Tages durch die Zeit reisen kann...

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Ich gönnte mir erstmal eine Dusche um den Ölgestank
loszuwerden. Ich hasste diesen Geruch,
er klebte an einem wie ein böser Fluch.
Lara hatte sich allerdings nie beschwert, sie meinte immer
das sei halt mein
„Männerparfum“. Ich sah mich im Haus um, es war verdächtig still. Ich seufzte.
Lara arbeitete mal wieder länger und die Jungs waren wohl bei Freunden. Ich
versuchte das Beste
aus der Situation zu machen und ging auf die Terrasse um
Luft zu schnappen.

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In der Tür blieb ich abrupt stehen. Dort stand mein Sohn
Lars und knutschte mit jemandem herum.
Ich traute meinen Augen kaum. Mein
siebzehnjähriger Sohn stand auf unserer Terrasse und knutschte – mit einem Mann!
Ich hätte nichts gesagt wenn er dort mit einem der jungen Dinger aus seiner
Schulklasse herumgemacht hätte.
Ich hätte nichts gesagt wenn er dort meinetwegen
mit seiner Lehrerin herumgeknutscht hätte. Aber er hielt einen Mann im Arm!

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Die Beiden waren so miteinander beschäftigt, dass sie mich
gar nicht bemerkt hatten. Leise zog ich mich wieder zurück.
Ich wollte jetzt
keine Szene machen, Lars war so gut wie erwachsen und er konnte sich seinen
Partner selbst aussuchen.
Ich versuchte mir einzureden das es egal wäre, ob er
mit einem Mann oder einer Frau zusammen war,
trotzdem hatte ich die üblichen
Zweifel, die Eltern eben hatten, wenn etwas nicht „normal“ mit ihren Kindern
lief...

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Frustriert setzte ich mich auf unsere Couch. Ich machte mir
Sorgen um unseren Ältesten.
Einmal war da die Sache mit dem College. Er blieb
beharrlich bei seiner Aussage nicht nach
LaFiestaTech zu gehen und ich glaubte
nun auch den Grund zu wissen...

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Der Grund war dieser Mann. Ich hatte ihn erkannt, es war
einer der Kurios-Brüder, Pascal hieß er,
glaubte ich. Die drei Brüder waren in Strangetown bekannt wie bunte Hunde, es hieß sie würden
nicht den klassischen
und ehrbaren Wegen der Wissenschaft folgen.
Man erzählte sich, sie würden merkwürdige Dinge treiben, in ihrem einsamen Bau
dort oben auf dem Hügel...

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Ich wusste nicht ob da etwas dran war, ich wusste nur dass
ich mir große Sorgen um unseren Sohn machte.
Ich kannte Pascal Kurios´
Beweggründe nicht, sich ausgerechnet Lars auszusuchen und ich befürchtete
das
unser Ältester in eine böse Sache schlittern könnte.

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In diesem Augenblick vermisste ich Laras Anwesenheit mehr
denn je. Ich musste unbedingt mit jemandem sprechen,
so langsam wuchs mir die
ganze Sache mit Lars über den Kopf. Ihr würde bestimmt etwas einfallen, da war
ich sicher.
Doch in letzter Zeit gaben wir uns fast nur noch die Klinke
in die Hand, ich fragte mich wirklich was mit unserer
wunderbaren Ehe passiert
ist. Früher war das Geld knapp, dafür gab es Liebe, Vertrautheit und
Leidenschaft satt...

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Ich wurde aus meinen trüben Gedanken gerissen, als Lars von der Terrasse
hereinkam.
Er ging sofort an den Kühlschrank und machte sich etwas zu Essen. Ich
ging zu ihm und spähte aus der Terrassentür,
seinen Freund schien er
verabschiedet zu haben. Unsicher fing ich an mit unserem jungen Romeo an zu
reden.

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„Hör mal, auf der Terrasse eben...“ Lars dreht sich zu mir
und blitzte mich böse an.
„Und?“
„Nun, wir haben bestimmt nichts dagegen dass du
dich für Männer interessierst, aber... ich bin mir
nicht sicher ob gerade dieser
Mann für dich der Richtige wäre...“
Lars wurde wütend. „Warum nicht?
Weil er ein
paar Jahre älter ist als ich? Oder weil er schwanger ist?“

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In diesem Moment hätte man eine Stecknadel fallen lassen
können. Ich glaubte nicht richtig gehört zu haben.
„Schwanger. Ein Mann. Was ist
das denn für eine blöde Idee.“
„Keine blöde Idee“ sagte Lars triumphierend,
als
wenn es sein Verdienst gewesen wäre.
„Pascal wurde von Aliens entführt, die
haben ihn geschwängert.“

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Aliens. Ein schwangerer Mann. Nun glaubte ich eher dass
dieser verdrehte Möchtegern-Wissenschaftler
meinem Sohn Drogen verabreicht
hatte.
„Ich glaube mit dir stimmt etwas nicht. Ich werde einen
Arzt rufen. Du phantasierst.“
Ich wollte Lars meine Hand auf die Stirn legen um
seine Temperatur zu prüfen, da stieß er sie weg.

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„Das sind keine Phantasien! Es gibt Aliens! Du kennst doch
den grünen Alten auf der anderen Straßenseite?
Der in dem großen, gelben Haus?
Das ist ein Alien! Ein Waschechter sogar!“
„Quatsch“ entgegnete ich schwach. „Der Kerl ist bestimmt
nur krank, wie Gelbsucht vielleicht, oder er hat eine Hautkrankheit!“

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„Das ist Polli-Tech 9, er hat Pascals ältere Schwester
geheiratet und die haben sogar einen grünen Sohn!
Und der weiß auch genau wie
man Männer schwängert, das war nämlich früher mal sein Job!“
Je mehr Lars
erzählte, umso mehr war ich davon überzeugt dass er in Schwierigkeiten steckte.
Solchen Blödsinn würde er sich niemals alleine ausdenken, dieser Kurios-Typ
musste ihm irgendwas gegeben haben!

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„Mir reicht es jetzt mit dem
Quatsch“ fuhr ich meinen Sohn an. „Du hälst dich ab sofort von diesem Kerl fern
und bereitest dich auf das College vor!“
Lars grinste mich frech an. „Vergiss es
Vater. LaFiestaTech hat mich
mit meinen Noten abgelehnt und
ein anderes College
könnt ihr euch nicht leisten. Ich werde zu Pascal ziehen und
mit ihm das Kind
aufziehen.
Und ich werde ihm und seinen Brüdern bei ihren Forschungen helfen."

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Ich war wie vom Donner gerührt. "Du willst WAS? Du wagst
dich keinen Schritt aus diesem Haus, ist das klar!
Noch bist du nicht erwachsen!
Noch ist das hier dein Zuhause!“
„Nun nicht mehr, Vater. Und
solltet ihr versuchen mich von Pascal wegzuholen, seht ihr mich nie wieder!“
Fassungslos musste ich mit ansehen wie Lars aus seinem
Zimmer seinen fertig gepackten Rucksack holte und unser Haus verließ.

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Teil 3: Friedbert
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